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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783593388359
Sprache: Deutsch
Umfang: 323 S.
Format (T/L/B): 2.5 x 22 x 14.7 cm
Auflage: 2. Auflage 2009
Einband: Halbleinen

Beschreibung

» Die Veränderung ist das, was die Leute am meisten fürchten« - in manchen Fällen sehr zu Unrecht, wie diese völlig veränderte Neuausgabe des Klassikers »Geistreiches für Manager« beweist. Hermann Simon hat über tausend neue treffende Zitate für Manager ausgewählt, die gemeinsam mit den besten Sprüchen der Erstausgabe in diesem Buch vereint sind. Uralte Weisheiten und moderne Erkenntnisse zu allen unternehmensrelevanten Bereichen wie Strategie, Marketing, Unternehmenskultur und Management versammeln sich in diesem Band und laden zum Schmökern und Nachdenken ein. » Simons persönliche Auswahl ist eine Sammlung von hohem Niveau.« absatzwirtschaft

Autorenportrait

Prof. Dr. Hermann Simon ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der Simon, Kucher & Partners Strategy & Marketing Consultants in Bonn, München, Cambridge, Paris, Zürich und Wien. Der Bestsellerautor hatte Gastprofessuren an renommierten Universitäten wie der Harvard Business School, der Keio University (Tokio) und vielen anderen inne. Seine Bücher und Artikel sind in 15 Sprachen erschienen.

Leseprobe

Jenseits von morgen Zu den wesentlichen Aufgaben des Managements gehört es, über den Tag hinaus zu denken, Visionen und Ziele für ihr Unternehmen zu formulieren. Als der große deutsche Bankier Hermann-Josef Abs einmal gefragt wurde, was passieren würde, wenn der Vorstand der Deutschen Bank geschlossen zurückträte, antwortete er sinngemäß, dass dies in den ersten fünf Jahren kaum Auswirkungen zeitigte, danach erst würde man den Unterschied sehen. Als Bill Gates Anfang der achtziger Jahre seine Vision von einem weltumfassenden Software-Unternehmen propagierte, nahm ihn kaum jemand ernst. Nicht weniger Mut bewies der Visionär Reinhard Mohn, als er Ende der vierziger Jahre das Ruder bei dem kleinen Verlag Bertelsmann übernahm. Oder Reinhold Würth, der als Neunzehnjähriger nach dem plötzlichen Tod seines Vaters eine Schraubenhandlung mit nur einem Angestellten führen musste. Was aus den Unternehmen Microsoft, Bertelsmann und Würth geworden ist, wissen wir. Die Visionen spielten für diese spektakulären Entwicklungen eine maßgebliche Rolle. Unternehmen brauchen Visionen wie die von Gates, Mohn oder Würth. Sie sind Fundament und Basis der Unternehmensentwicklung. Eine der wichtigsten Aufgaben der Unternehmensführer besteht darin, "geistige Vorhut" zu sein und langfristige Leitbilder zu formulieren. Die Vorwegnahme, der geistige "Vorvollzug" zukünftiger Entwicklungen, ist eine nicht delegierbare Aufgabe. Was ist nun eine Vision? Eine Illusion, eine Utopie, ein Traum oder etwas, das nahe an der Realität liegt, dessen zukünftige Realisation sich bereits abzeichnet? Eine Vision ist nichts Illusionäres, Imaginäres, keine "Erscheinung", sondern ganz einfach eine Vorstellung davon, wo das Unternehmen in der Zukunft stehen soll. Unternehmensgründer haben meist besonders lange Visionshorizonte, die über Jahrzehnte reichen können. Kürzlich sagte mir ein erfolgreicher Unternehmensgründer: "Ich denke in Jahrzehnten, dadurch komme ich zu anderen Entscheidungen als unsere kurzfristiger orientierte Konkurrenz. Die Grundlagen unserer heutigen Überlegenheit wurden vor 20 Jahren gelegt und heute bauen wir an unserer Wettbewerbsposition für das Jahr 2015." Die Bedeutung dieser Aspekte wächst, da das Gewicht strategischer, nicht auf das Alltagsgeschäft bezogenener Aktivitäten in den meisten Unternehmen zunimmt. Hierzu zählen Forschung und Entwicklung (F&E), Globalisierung, Personalentwicklung, Aufbau dauerhafter Wettbewerbsvorteile, der Übergang vom Produktions- zum Serviceunternehmen. Um die Ressourcen für solche langfristig orientierten Maßnahmen effektiv zu steuern, müssen klare Vorstellungen über die Zukunft und die Position des Unternehmens in dieser Zukunft bestehen. Nichts anderes ist Vision! Zum langfristigen Erfolg gehören aber gleichermaßen Ausdauer, das beständige Verfolgen von Fortschritt und Wachstum. Viele der Autoren in diesem Buch halten Geduld, Durchhaltevermögen und Kondition sogar für die wichtigere Komponente des Erfolges. Letztendlich braucht man sicher beides: die richtige Vision und die Zähigkeit, diese über Jahre oder gar Jahrzehnte unbeirrt zu verfolgen. Bei all dem sollte man Glück, Pech und den Zufall nicht vergessen. Auf dem Weg zum Erfolg spielen diese drei Weggefährten keine geringe Rolle. Unsere Sprüche enthalten vielerlei Ratschläge für diesen Weg. Was auch am Ende herauskommt, der folgende Spruch gilt immer: "The two hardest things to handle in life are failure and success." Da kann uns nur noch Murphy's Gesetz trösten, wonach sowieso alles schief geht, was schief gehen kann. Murphy war übrigens Optimist.

Schlagzeile

" Was bleibt, ist das Zitat." Lothar Schmidt